Robbe hat Insolvenzantrag gestellt

  • Robbe hat am 6.2.2015 Insolvenzantrag gestellt. Wie es nun für Robbe,
    aber auch für Kyosho weitergeht wird sich zeigen. Eigentlich ja ein
    unding das Robbe Kyosho mit ins Boot geholt hat und keine Woche später
    Insolvenz anmelden muss. Wenn man bedenkt das zu Robbe nicht nur Kyosho gehört. Ob jedoch alle Marken die zu Robbe gehören automatisch von der Insolvenz betroffen sind weiß Ich nicht.


    Quelle:


    Öffentliche Bekanntmachung





    Az.: 70 IN 36/15 In dem
    Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der robbe Modellsport GmbH &
    Co. KG (Antragstellerin), Kurt-Blaum-Platz 8, 63450 Hanau (AG Gießen , HRA
    2722), vertr. d.: 1. robbe Modellsport Beteiligungs GmbH, Kurt-Blaum-Platz 8,
    63450 Hanau, (persönlich haftende Gesellschafterin), vertr. d.: 1.1. Philip
    Janssen, (Geschäftsführer) ist am 06.02.2015 um 13:45 Uhr die vorläufige
    Verwaltung ihres Vermögens angeordnet worden. Verfügungen der
    Antragstellerin sind nur mit Zustimmung des vorläufigen
    Insolvenzverwalters wirksam. Den Drittschuldnern ist verboten, an die
    Antragstellerin zu zahlen sowie eigene Forderungen mit Geldeingängen auf
    den Konten der Antragstellerin zu verrechnen. Der vorläufige
    Insolvenzverwalter ist ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der
    Antragstellerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die
    Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung
    zu leisten (§ 23 I S. 3 Insolvenzordnung).



    Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Mirko
    Lehnert, Kasinostraße 9, 64293 Darmstadt, Tel.: 06151 39682-0, Fax: 06151
    39682-20 bestellt worden.



    Amtsgericht Hanau, 06.02.2015

    Einmal editiert, zuletzt von Mick ()

  • Das ist ziemlich kurios muss ich sagen, das scheint ja dann eher eine Übernahme von Kyoshu gewesen zu sein als ein Kooperation.
    Ich kann mir nicht vorstellen das eine Firma mit einer insolventen fusioniert, ist wohl eher die Strategie des Gesichts wahren. :thumbsup:

  • Robbe hat eine öffentliche Stellungnahme zur Thematik abgegeben.


  • Neue Erkenntnisse wurden bekannt gegeben.


    Quelle: Modell Aviator


    Zitat

    Das Traditionsunternehmen robbe steht vor dem endgültigen Aus


    Das Traditionsunternehmen robbe steht vor dem endgültigen Aus: “Der Investorenprozess ist gescheitert”. Mit diesen Worten zitiert der Lauterbacher Anzeiger Dr. Jochen Mignat, den Pressesprecher des robbe-Insolvenzverwalters Mirko Lehnert. Eine vollständige Fortführung des Geschäftsbetriebs ist damit ausgeschlossen. Wie die Modell AVIATOR-Redaktion aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll bereits morgen mit der Abwicklung des 1924 gegründeten Unternehmens begonnen werden. Nach Modell AVIATOR exklusiv vorliegenden Informationen aus Verhandlungskreisen ist die weitere Versorgung mit Futaba-Produkten in Deutschland jedoch sicher gestellt, da eine entsprechende Nachfolgeregelung bereits mit Futaba vereinbart wurde.

  • Auch der Insolvenzverwalter meldete sich zu Wort.


    Quelle: Modell Aviator


    Zitat

    Die Nachricht von der endgültigen Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die robbe Modellsport GmbH & Co. KG war bereits Anfang der Woche bekannt geworden, jetzt meldet sich Insolvenzverwalter Mirko Lehnert zu Wort. In einer aktuellen Pressemitteilung teilte er mit, dass die aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Investor, der robbe fast vollständig übernommen hätte, trotz einer kurzfristig zugesagten Bürgschaft des Landes Hessen nicht zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden konnten. Am Ende scheiterten die sehr konkreten Gespräche daran, dass der für das Geschäftsmodell von robbe erforderliche Vorfinanzierungsbedarf zur Gewährleistung der Lieferfähigkeit nicht sichergestellt werden konnte.


    “Wir bemühen uns weiterhin, kurzfristig mit anderen interessierten Investoren eine Auffanglösung zu erreichen. Eine uneingeschränkte und vollständige Fortführung mit allen Mitarbeitern ist nach Insolvenzeröffnung leider nicht möglich, da die Kostenstruktur keine Spielräume bietet. In den nächsten Wochen werden wir deshalb mit einer ausgewählten Vertriebs- und Service-Mannschaft unsere Kunden und Märkte mit den vorhandenen Lagerprodukten beliefern”, erklärte Insolvenzverwalter Mirko Lehnert von der Kanzlei Schiebe und Collegen in Darmstadt. “Ich bedauere es sehr, dass es nicht möglich sein wird, alle rund 100 Arbeitsplätze bei robbe zu erhalten. Das ist ein herber Verlust für die Region. Wir bemühen uns um die Beschäftigung möglichst vieler Mitarbeiter. Kündigungen sind noch nicht ausgesprochen.”